Einfach erklärt
Pluto ist nicht nur ein kalter, toter Himmelskörper im All. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es auf Pluto Erdrutsche gibt, was bedeutet, dass er noch geologisch aktiv ist. Das zeigt, dass sich unter seiner Oberfläche ständig etwas bewegt und verändert.
Geologische Aktivität auf Pluto
Glauben Sie, Pluto sei nur ein eisiger, toter Ball im All? Wissenschaftler haben Hinweise auf jüngste Erdrutsche auf seiner Oberfläche gefunden, was darauf hindeutet, dass Pluto noch geologisch aktiv ist. Das bedeutet, dass Prozesse unter seiner Oberfläche ablaufen, die zu ständigen Veränderungen führen.
Im Jahr 2015 sandte die NASA-Mission New Horizons beeindruckende Bilder von Pluto, die spannende Details über die Oberfläche des Zwergplaneten enthüllten. Eine der bemerkenswerten Entdeckungen war das Vorhandensein von jüngsten Erdrutschen, was darauf hindeutet, dass Pluto auch heute noch geologisch aktiv ist.
Genauere Bildanalyse
Ein Team von Geologen unter der Leitung von Marco Emanuel Dechenza übernahm die Aufgabe, die von der New Horizons-Mission aufgenommenen Bilder des LORRI-Instruments zu analysieren. Dieses Gerät kann Details bis zu einer Größe von 300 Metern erkennen. Sie fanden starke Hinweise auf sechs Erdrutsche in drei verschiedenen Kratern am westlichen Rand von Sputnik Planitia, einem markanten Merkmal auf Plutos Oberfläche.
Diese Erdrutsche sind die ersten, die auf Pluto entdeckt wurden, obwohl zuvor ähnliche Hinweise auf anderen Planeten und Monden im Sonnensystem gefunden wurden, wie auf dem Mars, Ceres und sogar auf Charon, Plutos Mond.
Merkmale der Erdrutsche
Die identifizierten Erdrutsche waren durch massive Trümmerdämme bemerkenswert, die sich auf den Böden der Krater ausbreiteten. Diese Materialien erstreckten sich über Entfernungen von 10 bis 14,5 Kilometern, wobei einige Dämme ungleichmäßig aussahen, als ob sie große Eisbrocken enthielten.
Ein großer Erdrutsch wurde im Coughlin-Krater erkannt, der sich über eine Strecke von 2,2 Kilometern erstreckte und möglicherweise durch einen nahen sekundären Einschlag verursacht wurde. Zwei weitere Erdrutsche wurden im Jecklas-Krater identifiziert, und drei weitere in einem noch unbenannten Krater.
Mögliche Auslöser
Die Ursachen für diese Erdrutsche sind noch nicht vollständig geklärt. Im Fall des Coughlin-Kraters scheint ein kleiner Einschlag den Erdrutsch verursacht zu haben, während die anderen Erdrutsche keine klar bekannten Ursachen haben. Eine Theorie besagt, dass thermische Veränderungen im Oberflächeneis durch leichte Temperaturschwankungen der Auslöser sein könnten. Diese Veränderungen treten auf, wenn Pluto sich in seiner elliptischen Umlaufbahn der Sonne nähert, was zur Verdampfung und anschließenden Kondensation flüchtiger Stoffe wie Stickstoff und Methan führt.
Fazit
Die Entdeckung der Erdrutsche auf Pluto eröffnet neue Möglichkeiten, das Verständnis über die Entwicklung dieses Zwergplaneten zu vertiefen. Obwohl die verfügbaren Bilder begrenzt sind, bieten sie einen Einblick in die fortlaufenden geologischen Prozesse auf Plutos Oberfläche. Diese geologische Aktivität, auch wenn sie langsam ist, deutet darauf hin, dass Pluto kein toter Planet ist, sondern ein Ort voller geologischer Lebendigkeit.