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38 Euro pro Woche statt 80.000 Dollar für ein Medikament: Was Maltas Gesundheitssystem bietet – und was nicht

Einfach erklärt

Eine Amerikanerin zog nach Malta, weil die Gesundheitskosten in den USA für ihre Familie zu hoch wurden. Dort zahlt sie jede Woche einen festen Beitrag und muss sich weniger Sorgen um Rechnungen machen. Dafür wartet sie manchmal länger, muss Papierkram erledigen und bekommt nicht jedes neue Medikament. Die Geschichte zeigt: Günstiger heißt nicht automatisch schneller oder besser.

Die Erfahrung einer einzelnen Patientin kann ein Gesundheitssystem nicht vollständig erklären. Sie wirft aber eine wichtige Frage auf: Was gewinnt man, wenn medizinische Versorgung als gesichertes Recht gilt – und worauf muss man womöglich verzichten? Eine Amerikanerin, die nach Malta gezogen ist, beschreibt ein System, das sie viel weniger kostet als die Versorgung in den USA. Es verbindet garantierte öffentliche Leistungen mit schnelleren privaten Angeboten und ist zugleich von Wartezeiten und Papierformularen geprägt.

Die Rechnungen gaben den Ausschlag

Der Umzug war keine bloße Reiseentscheidung. Die Autorin wurde über Jahre wegen verschiedener Erkrankungen behandelt. Dazu gehörten Multiple Sklerose, die 2002 bei ihr diagnostiziert wurde, Brustkrebs, die teilweise Entfernung ihrer Leber und ein Unfall, bei dem sie sich das Bein an drei Stellen brach. Trotz dieser Krankengeschichte spielten die Behandlungskosten in den USA im Familienbudget ständig eine Rolle – selbst mit einer guten Versicherung über den Arbeitgeber ihres Mannes.

Für einen Arztbesuch musste sie mit ihrem Versicherungsplan 40 Dollar zuzahlen. Die jährliche Obergrenze für die Ausgaben, die die Familie selbst tragen musste, lag bei 6.000 Dollar. Die gesamte Versicherung kostete jedoch 26.888 Dollar pro Jahr. Davon zahlte ihr Mann 9.988 Dollar, den Rest übernahm sein Arbeitgeber. Trotzdem erreichte die Autorin fast jedes Jahr die Obergrenze ihrer eigenen Ausgaben. Bei regelmäßigen Medikamenten und fachärztlicher Betreuung schützt auch eine gute Versicherung vor einem Teil der Kosten – sie beseitigt sie aber nicht.

Als ihr Mann überlegte, seinen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst aufzugeben und als Berater zu arbeiten, hätten sie ihre Versicherung selbst über den Versicherungsmarkt abschließen müssen. Für einen Tarif der mittleren Preisklasse in New York veranschlagte das Paar einschließlich Beiträgen und Selbstbeteiligungen rund 30.000 Dollar im Jahr. Diese Schätzungen stammten aus dem Jahr 2026. In diesem Jahr waren die Prämien für Versicherungstarife auf dem Marktplatz im Durchschnitt um 26% gestiegen. UnitedHealthcare beantragte in New York für 2027 sogar eine Erhöhung um 52%. Der Anmeldezeitraum für den Versicherungsschutz im Jahr 2027 lief vom 1. November bis zum 15. Dezember und war damit laut der Autorin kürzer als üblich.

Für eine Familie, die von zwei Einkommen auf eines umgestellt hätte, waren das keine bloß theoretischen Zahlen. Einen Ausweg bot der EU-Pass, den die Autorin von ihrer Mutter geerbt hatte: Damit konnte sie nach Malta ziehen und Zugang zum dortigen System erhalten. Sie betont, dass diese Möglichkeit den meisten Amerikanerinnen und Amerikanern nicht offensteht und sich nicht einfach nachahmen lässt. Ihre familiäre Situation eröffnete ihr einen Weg, den viele andere nicht haben.

Ein kleiner Beitrag, viel finanzielle Sicherheit

In Malta zahlt die Autorin 38 Euro pro Woche in die Sozialversicherung ein. Nach ihrer Rechnung sind das etwa 2.300 Euro im Jahr. Damit sind medizinische Versorgung und Medikamente abgedeckt – darunter ein Arzneimittel, dessen jährliche Kosten sie in den USA auf rund 80.000 Dollar schätzt. Auch ein Krankenhausaufenthalt und Notfallhilfe, einschließlich einer Rettung per Hubschrauber, verursachen ihr im öffentlichen System zufolge keine Rechnung.

Ein weiterer Unterschied: Einige Hürden, die sie aus den USA kannte, fielen weg. Vor einer Behandlung musste sie nicht erst auf die Genehmigung der Versicherung warten. Auch wurde sie nicht aufgefordert, zunächst ein günstigeres Medikament auszuprobieren, bevor eine andere Therapie infrage kam. Außerdem erhielt sie keine wiederkehrenden Schreiben, in denen ihre Anspruchsberechtigung angezweifelt wurde, weil angeblich eine zweite Versicherung für sie zuständig sei – obwohl sie gar keine solche Zusatzversicherung hatte. In den USA war dieses Problem für sie jedes Jahr erneut aufgetaucht.

Das heißt allerdings nicht, dass die Verwaltung in jedem Gesundheitssystem ohne Aufwand auskommt. Einer Erhebung der American Medical Association aus dem Jahr 2025 zufolge bearbeitet ein Arzt in den USA durchschnittlich 40 Anträge auf vorherige Genehmigung pro Woche. Praxen wenden dafür 13 Stunden pro Woche auf. 40% der Ärzte beschäftigen Mitarbeiter, die sich um den Kontakt mit Versicherungen kümmern, und rund drei Viertel berichteten, dass Ablehnungen von Kostenübernahmen in den fünf Jahren vor der Erhebung häufiger geworden waren. Die Zahlen machen deutlich, warum die Genehmigung einer Behandlung zum Alltag von Ärztinnen und Ärzten gehören kann – statt eine einmalige Formalität für Patienten zu sein.

Die Autorin stellt Malta dennoch nicht als ein Land dar, in dem niemand etwas bezahlen muss. Gezahlt wird auch dort, nur auf andere Weise: über Sozialbeiträge, die den Zugang zur öffentlichen Versorgung finanzieren, oder direkt aus eigener Tasche, wenn man schneller einen privaten Termin möchte. Der entscheidende Unterschied liegt für sie also nicht zwischen völlig kostenloser und vollständig selbst bezahlter Behandlung. Es geht vielmehr darum, wie Kosten, Wartezeiten und Wahlmöglichkeiten verteilt sind.

Wenn die Apotheke auch zur Arztpraxis wird

Die medizinische Versorgung, die die Autorin erlebt, besteht aus zwei Bereichen: Der öffentliche Sektor sichert die Behandlung, während private Angebote mehr Tempo und Flexibilität ermöglichen – sofern man dafür bezahlen kann. Für 15 bis 20 Euro kann man eine Hausärztin oder einen Hausarzt in einer privaten Praxis innerhalb einer Apotheke aufsuchen. Ein Facharztbesuch kostet etwa 70 Euro. Wer rasch eine Ultraschalluntersuchung möchte, zahlt womöglich 120 Euro. Bei der Autorin führte ein auf Brustkrebsdiagnostik spezialisierter Arzt die Untersuchung durch und erklärte ihr das Ergebnis noch beim selben Termin.

In Malta gibt es mehr als 200 zugelassene Apotheken. Einige verfügen über kleine Räume für Untersuchungen und ärztliche Beratungen. Diese Orte sehen nicht unbedingt aus wie große Praxen mit Empfang und ausgefeiltem Abrechnungssystem: Man sieht eine Ärztin oder einen Arzt in einem Nebenraum und bezahlt anschließend an der Kasse der Apotheke. Viele Fachärzte arbeiten sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. So können sie einen Teil der Woche im Krankenhaus tätig sein und an anderen Tagen Patienten in verschiedenen Apotheken behandeln.

Der Neurologe der Autorin arbeitet nach ihrer Beschreibung einen Tag pro Woche im Krankenhaus und an vier Tagen in vier verschiedenen Apotheken. Patienten können den Ort wählen, der am besten zu ihrem Wohnort, ihrem Arbeitsplatz oder ihren regelmäßigen Wegen passt. In denselben Räumen behandeln zu unterschiedlichen Zeiten auch andere Fachleute. In einer Apotheke, die die Autorin besucht, arbeitet dienstagmorgens der Neurologe; gleichzeitig sind dort eine Gynäkologin, ein Nierenspezialist und eine Augenärztin tätig. Am nächsten Tag sind andere Ärzte da.

Dieses Modell senkt einige Kosten, die mit klassischen Arztpraxen verbunden sind. Alle Probleme löst es aber nicht, nur weil die Behandlung näher zu den Patienten rückt. Wer sich einen privaten Termin leisten kann, kommt vergleichsweise leicht an einen Arztbesuch. Wie schnell es im öffentlichen System geht, hängt dagegen weiterhin von den verfügbaren Terminen ab. Zwei Versorgungsbereiche bedeuten also nicht, dass alle gleich schnell behandelt werden. Der private Weg ist eine zusätzliche Möglichkeit – aber nur für diejenigen, die ihn bezahlen können.

Öffentliche Termine: Warten und Formulare

Als die Autorin eine fachärztliche Nachkontrolle benötigte, versuchte sie es zunächst über das öffentliche System. Ihr Hausarzt stellte eine Überweisung aus. Man teilte ihr mit, die Terminkarte werde innerhalb von etwa zwei Wochen per Post kommen; der darauf angegebene Termin sei nicht verhandelbar. Sie wartete und rief schließlich an. Dort erfuhr sie, dass noch nach einem passenden Zeitpunkt gesucht wurde. Um weitere Ungewissheit zu vermeiden, entschied sie sich schließlich für einen privaten Termin.

Ihre Erfahrung mit einem Onkologen zeigt, was der private Weg bieten kann. Sie rief eine Praxis an, in der ein Arzt arbeitete, der zuvor 17 Jahre lang die Onkologie am Mater Dei Hospital geleitet hatte. Schon am nächsten Tag meldete sich die Praxis, um einen Termin für zwei Wochen später zu vereinbaren. Der Arzt prüfte mehr als 100 Seiten ihrer Unterlagen und ordnete Hormonuntersuchungen an. Damit sollte geklärt werden, ob ein Wechsel von Tamoxifen zu einem Aromatasehemmer infrage kam. Außerdem überwies er sie mit einem Schreiben auf Papier zur Ultraschalluntersuchung.

Medizinisch waren die einzelnen Schritte vertraut. Anders als zuvor war für die Autorin jedoch die Abwicklung: In den USA hatte sie sich auf digitale Akten und Onlineportale verlassen. Damit sie ihre Medikamente über ein Programm zur freien Wahl der Apotheke kostenlos erhielt, musste sie nachweisen, dass sie Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hatte. Einen zentralen Datensatz, der diese Zahlung automatisch belegte, gab es nicht. Sie schickte eingescannte Unterlagen ein und erhielt eine Bestätigung, dass die Nachricht angekommen war – allerdings ohne Angabe, wann der Vorgang abgeschlossen sein würde.

Drei Wochen später rief sie erneut an und erfuhr, dass das Formular per Post verschickt worden und möglicherweise verloren gegangen war. Eine neue Ausfertigung sollte innerhalb von 10 Arbeitstagen eintreffen. Die Autorin konnte sie jedoch selbst in dem Büro abholen, das bis 13 Uhr geöffnet war. Für Hin- und Rückweg brauchte sie bei dichtem Verkehr 32 Minuten. Dabei wurde für sie ein Unterschied zwischen zwei Arten von Papierkram sichtbar: In den USA sollte sie mit vielen Unterlagen die Versicherung davon überzeugen, dass eine Behandlung gerechtfertigt war. In Malta ging es dagegen um Verwaltungsabläufe und Nachweise, nicht um eine direkte medizinische Ablehnung.

Eine gesicherte Behandlung heißt nicht, dass jedes Medikament verfügbar ist

Die größte Sorge der Autorin betrifft nicht nur die Wartezeit auf Termine, sondern auch die Auswahl an Behandlungsmöglichkeiten. Sie fürchtet, im Fall eines Rückfalls nicht alles zu bekommen, was ihr in den USA zur Verfügung stehen könnte. Die medizinische Versorgung in Malta sei gut, sagt sie. Doch in einem kleinen Land könne die Zahl der verfügbaren Behandlungen und Fachkenntnisse geringer sein als in einem größeren – besonders bei spezialisierten oder neuen Therapien.

Besonders deutlich zeigt sich das bei Multipler Sklerose. In den USA gibt es mehr Medikamente gegen die Erkrankung. Ein bestimmtes Mittel, das für die Form der Krankheit entwickelt wurde, an der die Autorin leidet, ist in Malta jedoch nicht leicht erhältlich. Das Medikament Tolebrutinib, das laut dem Text unter dem Namen Cenrifki verkauft wird, wurde von der US-amerikanischen Food and Drug Administration wegen möglicher schwerer Leberschäden und Zweifeln an seiner Wirksamkeit abgelehnt. Die europäische Zulassungsbehörde stimmte dem Mittel dagegen im Juni zu. Es wurde als erste Behandlung beschrieben, die bei Menschen mit sekundär progredienter, nicht schubförmiger Multipler Sklerose das Fortschreiten der Behinderung bremsen konnte. An dieser Form der Erkrankung leidet auch die Autorin.

Eine Zulassung auf europäischer Ebene bedeutet jedoch nicht, dass das Medikament automatisch in jedem Mitgliedstaat erhältlich ist. In Malta ist die Zahl der Betroffenen gering und reicht möglicherweise nicht aus, um eine schnelle Bereitstellung attraktiv zu machen. Die Autorin verweist darauf, dass in den USA fast eine Million Menschen mit Multipler Sklerose leben – mehr als die gesamte Bevölkerung Maltas. Der Vergleich veranschaulicht, wie stark die Marktgröße und die Zahl der Patienten die Verfügbarkeit eines Medikaments beeinflussen können, selbst wenn es auf europäischer Ebene zugelassen ist.

Hier zeigt sich ein Zielkonflikt, den die Aussage „Die Versorgung ist kostenlos“ nicht erfasst. Ein öffentliches System kann Patienten vor Kosten schützen, die sie nicht tragen könnten. Es kann aber nicht automatisch jedes Medikament, jedes Gerät und jede Therapieoption verfügbar machen. Wenn in einem System mit begrenzten Mitteln entschieden wird, was angeboten wird, haben Patienten womöglich auch weniger Spielraum bei Einzelheiten. Als die Autorin sich nach einem kleineren Eingriff erkundigte, bei dem ein Medikamentenabgabegerät über Nacht im Krankenhaus in ihr Rückenmark eingesetzt werden sollte, wurde ihr gesagt, dass sie die Größe des Geräts nicht wählen könne, weil die Behandlung öffentlich finanziert werde. Für sie war das ein Hinweis darauf, dass finanzielle Sicherheit manchmal mit weniger Flexibilität einhergeht.

Warum sich die Frage nach dem besseren System nicht einfach beantworten lässt

Die Erfahrungen der Autorin zeichnen ein gemischtes Bild der beiden Gesundheitssysteme und erlauben kein allgemeingültiges Urteil für alle Patienten. In den USA erhielt sie Behandlung von renommierten Fachärzten und hatte Zugang zu Krankenhäusern und Ärzten mit großer Erfahrung. Gleichzeitig musste sie hohe Eigenkosten tragen, wiederholt Genehmigungen einholen und damit rechnen, dass sich ihr Versicherungsschutz ändern könnte, wenn ihr Mann seine Stelle aufgab. In Malta sanken die Ausgaben der Familie auf 38 Euro pro Woche. Krankenhausrechnungen und die wiederkehrende Sorge vor einer Ablehnung durch die Versicherung gehörten nicht mehr zu ihrem Alltag. Dafür blieben Wartezeiten im öffentlichen System, Papierkram und eine eingeschränkte Verfügbarkeit mancher Behandlungen bestehen.

Auch Zahlen zu Lebenserwartung und Gesundheitsausgaben müssen vorsichtig eingeordnet werden. Der Autorin zufolge gibt Malta pro Kopf etwa ein Viertel dessen für Gesundheit aus, was die USA pro Kopf ausgeben; zugleich ist die durchschnittliche Lebenserwartung dort fünf Jahre höher. Sie weist aber auch darauf hin, dass Malta unter den Erwachsenen die höchste Adipositasrate in der Europäischen Union verzeichnet. Das spricht dagegen, die Gesundheit einer Bevölkerung auf eine einzelne Ernährungsweise oder eine einzige Ausgabenzahl zu reduzieren. Solche Vergleiche beweisen für sich genommen nicht, dass ein bestimmtes Gesundheitssystem den Unterschied verursacht. Sie stellen allgemeine Kennzahlen neben eine persönliche Erfahrung – und beides muss im jeweiligen Zusammenhang betrachtet werden.

Auch in den USA steht der schnelle Zugang zu Behandlungen nicht allen gleichermaßen offen. Eine Freundin der Autorin kam innerhalb von weniger als 10 Wochen von Hüftschmerzen über einen auffälligen Röntgenbefund bis zu einer Hüftgelenkersatzoperation. Sie hatte allerdings eine hervorragende Versicherung. Wer gar nicht versichert ist, muss möglicherweise nicht nur lange warten, sondern kann unter Umständen überhaupt keine Behandlung bekommen. Deshalb reicht es nicht, einen schnellen Termin in einem Land mit einem verspäteten Termin in einem anderen zu vergleichen. Man muss auch fragen: Wer kann diesen Weg überhaupt nutzen – und wer trägt die Kosten?

Fazit

Der Umzug nach Malta zeigt, dass sich Gesundheitsversorgung nicht allein am Medikamentenpreis oder an der Geschwindigkeit eines Arzttermins messen lässt. Mit einem Beitrag von 38 Euro pro Woche erhielt die Autorin eine umfassende Absicherung, darunter ein Medikament, das in den USA schätzungsweise 80.000 Dollar pro Jahr kostet. Krankenhausrechnungen und Ablehnungen durch Versicherungen spielten in ihrem Alltag dadurch eine deutlich geringere Rolle. Gleichzeitig erlebte sie längere Wartezeiten bei manchen öffentlichen Terminen, papiergebundene Abläufe und Grenzen bei der Verfügbarkeit spezialisierter Medikamente. Private Arztbesuche boten eine schnellere Alternative – gegen direkte Bezahlung.

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Eine garantierte Behandlung ist nicht dasselbe wie jede Behandlung zu jeder Zeit. Niedrigere Ausgaben beseitigen weder Engpässe noch Einschränkungen bei der Auswahl. Und die Erfahrung einer Frau mit EU-Pass ist kein Umzugsrezept, das sich für alle übertragen lässt. Sie macht den Vergleich dennoch greifbarer: Jedes System bringt finanzielle, organisatorische und persönliche Belastungen mit sich. Entscheidend ist nicht, welches davon vollkommen ist, sondern wie es die Last einer Krankheit verteilt – und wer im entscheidenden Moment die passende Versorgung erreichen kann.