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Island: Wenn Gletscherfluten zur Gefahr werden

Einfach erklärt

In Island gibt es Fluten, weil unter den Gletschern Eis schmilzt. Das passiert wegen der Hitze unter der Erde. Dabei entstehen auch gefährliche Gase, die schlecht für die Gesundheit sind. Die Behörden warnen die Menschen, sich fernzuhalten.

Gletscherfluten durch thermische Aktivität

In Island kam es am 18. August 2026 zu einer Gletscherflut im Fluss Múlakvísl. Diese wurde durch das Schmelzen von Eis unter den Gletschern verursacht, das durch unterirdische Hitze entsteht. Die elektrische Leitfähigkeit des Flusses stieg dabei stark an.

Der Einfluss der Hitze auf die Fluten

Unter der Gletscherregion Mýrdalsjökull gibt es thermische Aktivität, die kontinuierlich Eis schmelzen lässt. Dies führt zu einem erhöhten Wasserfluss in Flüssen wie dem Múlakvísl. Im August 2026 erreichte die elektrische Leitfähigkeit des Flusses Rekordwerte.

Die Hitze unter dem Eis kann Wasseransammlungen verursachen, die bei Freisetzung Gletscherfluten, sogenannte „Jökulhlaups“, auslösen. Diese können erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Gefährliche Gase und Gesundheitsrisiken

Das Schmelzen des Eises setzt schädliche Gase wie Schwefelwasserstoff (H2S) frei, deren Konzentration die sicheren Gesundheitsgrenzen überschreitet. Die Behörden überwachen die Gaswerte, um die Bevölkerung vor möglichen Gesundheitsrisiken zu warnen.

Es wird geraten, die betroffenen Gebiete zu meiden, da sich die Gase in ruhiger Luft ansammeln und Augen- und Nasenreizungen verursachen können.

Technologien zur Überwachung

Die isländischen Behörden nutzen ein fortschrittliches Überwachungssystem, das Wasserstand, elektrische Leitfähigkeit und Wassertemperatur misst. Dieses System hilft, Gletscherfluten frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt zu ergreifen.

Fazit

Die Gletscherfluten im Múlakvísl zeigen, wie wichtig die Überwachung der thermischen Aktivitäten unter den Gletschern in Island ist. Ein effektives Management dieser Naturphänomene kann die damit verbundenen Umwelt- und Gesundheitsrisiken verringern. Die Bevölkerung und Besucher sollten die Warnungen der Behörden beachten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.