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Rätsel der Arktis: Die Franklin-Expedition von 1845 entschlüsselt

Rätsel der Arktis: Die Franklin-Expedition von 1845 entschlüsselt

In einem bahnbrechenden Schritt haben Forscher die Identität von vier Mitgliedern der berüchtigten Franklin-Expedition von 1845 geklärt, die den Nordwestpassage in der Arktis entdecken sollte. Diese Entdeckungen wurden durch die Analyse von DNA aus den in kanadischem Eis gefundenen Skelettresten ermöglicht und eröffnen neue Einblicke in die Details dieser mysteriösen Reise.

Die Reise ins Unbekannte

Der britische Entdecker John Franklin führte 1845 eine Seefahrt mit zwei Schiffen, der „Erebus“ und der „Terror“, an, um eine neue Seewegverbindung zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durch die Arktis zu finden. Doch die Expedition nahm ein düsteres Ende, als die Schiffe im Eis nahe der King-William-Insel in der kanadischen Arktis eingeschlossen wurden.

Franklin starb 1847, und ein Jahr später versuchten die 105 überlebenden Besatzungsmitglieder, zu Fuß über das Eis das kanadische Festland zu erreichen, doch alle starben, bevor sie ihr Ziel erreichten.

Aktuelle Entdeckungen

Unter der Leitung des Archäologen Douglas Stenton von der Universität Waterloo gelang es den Forschern, mithilfe von DNA die Identität von drei Besatzungsmitgliedern der „Erebus“ zu bestimmen. Diese Personen waren William Orren, David Young und John Bridgens, die sich der Expedition von London aus angeschlossen hatten.

Außerdem wurde die Identität eines weiteren Besatzungsmitglieds der „Terror“ namens Harry Peglar durch den DNA-Vergleich mit lebenden Verwandten festgestellt. Diese Entdeckung ist Teil einer Studie, die in der Zeitschrift Polar Record veröffentlicht wird.

Herausforderungen der tödlichen Reise

Die Expedition war mit fortschrittlichen Schiffsausrüstungen wie Eisenplatten und Dampfmaschinen ausgestattet, doch die raue Natur der Arktis übertraf alle Vorbereitungen. Eine in einem Steinhaufen gefundene Notiz erklärte, dass die Schiffe seit Ende 1846 im Eis eingefroren waren und dass Franklin und 23 weitere Personen bis April 1848 gestorben waren.

Die Wetterbedingungen waren extrem hart, mit Temperaturen unter –30 Grad Celsius, und die Besatzungsmitglieder befanden sich nach drei Jahren in der Arktis in einem schlechten Gesundheitszustand.

Fazit

Diese neuen Entdeckungen sind ein großer Schritt im Verständnis der Ereignisse der Franklin-Expedition und bieten Antworten auf die Fragen, die das Schicksal der Besatzungsmitglieder umgaben. Der Fortschritt in der DNA-Analyse-Technologie hat nicht nur zur Identifizierung neuer Identitäten beigetragen, sondern auch Licht auf die schwierigen Bedingungen geworfen, denen diese Entdecker ausgesetzt waren. Diese Arbeit bleibt ein Zeugnis für die menschliche Entschlossenheit im Angesicht der rauen Natur und stärkt unser Verständnis der Geschichte der arktischen Entdeckungen.